Sonntag, 25. Januar 2009

Aranjuez

...und die Ines und die Katja in Madrid. Was ein Fest der Ereignisse-und das mal garnicht so teuer. Wer hätte gedacht, dass in der teuersten Stadt Spaniens (und immerhin 26. teuerste weltweit) die Höhepunkte fast verschenkt werden. Hier das Beste zum kleinen Preis:
1. Umsonst Stadttour
2. Tapas essen (ein ganzer Teller für ein kleines Bier, Tapasbars Calle de las Infantas)
3. zum Feiern gehen in die Calle Huertas (freier Eintritt überall mit unterschiedlicher Musik und Mädels bekommen oft einen Chupito umsonst) oder nach Chueca (dort gehen die Mädels aber leer aus:)
4. Museen (Prado mit Goya, Velázquez, Rubens ab 18 Uhr umsonst, Reina Sofia mit Picasso, Miró, Dalí Samstags umsonst), Caixa Forum, Museo contemporáneo...
5. Retiro Park
6. Rastro
7. Kleinkunst, Umzüge, Mariachis in den Straßen (das Beste zzt. ist die Wanderausstellung von Kühen, die durch anheimischer Künstler bemalt wurden und zu einem guten Zweck versteigert werden)

Einen weiteren Punkt, den man in dieser Liste festhalten muss, sind sicherlich die vielen Weltkulturerbe, die man für etwa 10 Euro Hin- und Rückfahrt alle besuchen kann. Ob Toledo, Segovia, Ávila, Salamanca...und auch Aranjuez. Das ist ein Schlösslein im gotischen Stil und Sommerresidenz der Könige. Ich frag mich zwar, warum diese nicht ans Meer fahren, aber es gibt einen Fluss dort, den Tajo. Zusammen mit den Schlossgärten hat es mich sehr an Rheinsberg erinnert, wo mein Ömchen herkommt. Müsst ihr mal vergleichen.

Was ich besonder schick fand, war die Innenstadt von Aranjuez, welche auch zum Erbe gehört. Soll holländischer Stil sein, ich fand es einfach nur sauber und gepflegt. Wir hatten leider andere Problemchen die davon ablenkten. Ich Hunger, Ines Blasen. Doof:)

Montag, 19. Januar 2009

Irina und Fanny in Madrid

...oder die Entdeckung der urban Legends aus Madrid.
Wir haben nämlich eine super Umsonst-Stadttour mitgemacht, welche ich jedem nur empfehlen kann. Die Sache kommt urprünglich aus Berlin und wird auch in London, Jerusamlem, Amsterdam, PAris, München, Edinburgh angeboten. Da wir nicht mehr als ein müdes Trinkgeld gegeben ahben, wollen wir doch die Bitter von Rachel nachkommen, die frohe Kunde zu verbreiten: www.neweuropetours.eu ... Checkt it out.

Warum ist ein Bär an einem Erdbeerbaum leckend Wahrzeichen von Madrid?

Früher war Madrid ein pupsiges Dorfstädchen, selbst als es im 16. Jhd eher aus geografischen Gründen zur Hauptstadt wurde. Bären waren hier einheimisch, genau wie genannte Bäume. Man sagt auch, der Bär stelle die Kirche dar, der Baum den Staat. Und der Bär frisst den Baum. Jaja, so ist das mit der Kirche..ähhhh den Bären*g

Wie kam die Calle de la Salud in der Nähe der Puerta del Sol zu ihrem Namen?

In Zeiten der Pest dachten sich die Straßenanwohner-hey die sterben alle, ziehen wir ne Mauer hoch. Und sie lebten glüclich, durch die Ritzen durch die pestgebeulten Sterbenden beglotzt. Hat was von Big Brother...

Überhaupt, wie kam die Puerta del Sol zu ihrem Namen?

Madrid wurde von einer Stadtmauer umgeben, mit großen Toren. Da sieht man, wie chiquitita Madrid war. Denn wo Madrid früher schon aufhörte, ist heute das Herz der Stadt.

Welche Geschichte steckt hinter der Oper von Madrid?

Sie hat den zweitschönsten Klang der Welt, hinter Milan, das ist doch schon mal was. Erbaut wurde sie auf Wunsch der Königin Isabel II. Sie war eine...naja, nen bisschen hurig. Was man mit 13 Jahren früher ja schon mal gewesen sein kann*g Auf jeden Fall gefiel das den Leuten nicht so. Also wurde sie mit 16 mit ihrem Cousin zwangsverheiratet. Nur doof, dass er schwul war. So lebten sie in lustiger Coexistenz. Sie bekommt 12 Kinder und es wird gesagt, dass keines von ihm gewesen sein soll. Aber Spaß hatten sie..

Is der dickmann der Palast?

Jap, ist der größte Europas. Irgendwas bei 2500 Räumen. Und keiner lebt mal so wirklich da. Ein 50 zimmriges Museum soll schon groß sein. Da sind aber immer noch ein paar übrig..Ich könnte mir da schon einiges vorstellen: so wechselnde Partythemenabende mit verschiedenen Musikstilrichtungen pro Etage. Oder ne Skilanglaufstrecke. Tiere könnte man sich auch halten. Da soll mal noch einer sagen, das wäre Tierquälerei, Hunden in der Wohnung nicht ihren nötigen Auslauf zu gewähren..

Die Kathedrale sieht aber komisch aus, oder?

Die La Almudena Kathedrale hat für ihre Erbauung ein paar Jahundertchen gebraucht - vom 16. Jahrhunder bis 1993. So kommt es, dass sich maurische Baukunst mit Gotik, Neoklassizismus und einem Pop-Art Dekor im Inneren die Mauerzentimeter teilt. Bitte steht alle jetzt auf und wir klatschen zusammen auf die Mañana Mañana Mentalität. JETZT KLATSCHEN

Wenn ich mich umbringen wollte á la Einmal Madrid und Sterben. Wo geh ich am Besten hin?

Na ist doch super, dass eine Suizidbrücke direkt neben der Kathedrale gibt. Ist auf der Calle Bailén zu finden und hey, der Eintritt kostet nüscht. Man sagt sich, die erste, die probiert hat war irgend wann im 16. Jhd ein kleines Mädel, dem á la Romeo und Julia die Liebe zu ihrem Kerl untersagt wurde. Sie sprang, und ihr Reifrock den sie trug, hat sie leider leicht heruntergleiten lassen. Sie durfte nun den Typie heiraten und setzte eine Herrschar von Kindern in die Welt. Wie schön. Nur doof, dass alle, die das gleiche danach ausprobierten sich Genick brachen und heutzutage unschön von Autos überrollt werden...Aber die Geschichte ist schön!

Wen finden die Spanier wirklich toll?

Platz 2: Cervantes (Schreiber von Don Quijote)
Platz 1: König Juan Carlos I (hat nach Franco die Demokratie eingeführt)

Sonntag, 11. Januar 2009

Alicante

Wir hatten ja schon ein wenig Angst vor Alicante, haben uns doch die Mädels von einer hässlichen Stadt an der Costa Blanca erzählt, die wie auch Benidorm oder Valencia bekannt für seinen Massen-Strand-Sonne-Tourismus bekannt ist. Einmal angekommen, hat uns eine Stadt erwartet, die nicht der beste Freund des ersten Blickes ist, aber je länger wir blieben einem wirklich ans Herz wachsen kann. Nicht nur, wegen der super netten Mitbewohner von Ines und Katja (nein, auch nicht wegen dem geilen Bett mit Megadecke von Ines). Viel wichtiger waren die Kleinigkeiten, wie die schönen Ausblicke vom Castilla, die Möglichkeit, innerhalb der Stadt zu klettern und zu wandern, der Strand, die kleinen Geschäfte...


Leider konnten wir viel zu wenig erleben in den 2,5 Tagen, die wir dort verbracht haben. Mussten Ausflüge nach Valencia oder Elche (Weltkulturerbe und als Stadt der Palmen bekannt-eigentlich genau mein Ding). Aber in Alicante war einfach zuviel los: Wir waren in einer Disko, bei wir CDs und Feuerzeuge geschenkt bekommen haben und schlechte Transen aufgetreten sind, haben uns von Katjas Mitbewohnerin Daui die Karten legen lassen, die riesigsten Fische ever in einem Dorfplatzaquarium gesehen, mt Marina (einer anderen Studienkollegin und Freundin) Tee getrunken und sie vor wildgewordenen Amis gerettet (*g) sowie einen schönen Gammelabend eingelegt. Leider konnten wir nicht noch einen Tag für den Geburtstag von Katjas anderer Mitbewohnerin Freeeedi bleiben. Alles Gute Fredi, feiert heut schön!!!

Tres Reyes

Geschenke gibts hier in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar. Find ich ja sehr anstrengend, sich zum 24. und 6. Geschenke auszudenken. Am 24. gibts wohl aber nur Kleinigkeiten, also ist es dem deutschen Nikolaus und Heiligabend doch sehr ähnlich. Nur später. Spanisch halt.

Zur Feier des Tages gab es einen riesigen Festumzug. Blingbling und riesige Festwagen waren zu weihnachtlichen Klängen durch die Nordstadt unterwegs. Wirklich schön, nocheinmal Weihnachten nachzuerleben.


Fehlte nur noch Schnee. den holten wir uns einen Tag später auf der Skipist La Pinilla in der Sierra Ayllón, eine der größte in der Umgebung von Madrid (alternativ Navacerrada in der Sierra Guadarrama. Jedoch sollen die schönsten Pisten in der Sierra Nevada im Süden Spaniens oder in den Pyrenäen sein). Schöne Geschichte: wir gucken uns im Internet an, wie man hinkommt. "Mit dem Zug bis La Riazza und weiter nach La Pinilla". Fällt euch auf, dass das WIE fehlt? Ist uns erst vor Ort aufgefallen. Fragen unseren Busfahrer, wie wir denn nun zur Piste kommen. "Rechtsrum und geradeaus". Wir fragen sicherheitshalber nochmal ne Frau "Geradeaus stimmt schon, aber sind 8 Kilometer...". Gehen wir also in die Stadt und fragen in der Touriinfo nach. Antwort: "Keine Ahnung wie man hinkommt". Ich frage nach einem Taxi. Sie ruft an und meint, wir müssten in die Kneipe gegenüber gehen. Wir stehen mit 3 Fragezeichen über dem Kopf schwebend in der Bar und weigern uns standhaft, einen Kaffee zu nehmen. NAch 20 Min kommt ein Mann, ganz sicher keiner aus einem Taxiunternehmen, und fährt uns für 12 Euro die dann doch 10 Kilometer. Aber das ist das schöne an Spanien: es passiert fast nie, wie dus dir vorstellst. Auch, als uns ein Mann in der Schlange anspricht und uns seine 2 Tickets für 20 Euro gekauft, womit wir gegenüber den eigentlichen 50 Euro einiges gespart haben...



Die Piste: eisig, einsam, supervernebelt. Ich konnte an einigen stellen überhaupt nicht sehen, wo ich langfahren musste. Was kein Problem war, da wir dank Feiertag und Wetterlage sogut wie die einzigen waren. Endlich mal wieder Ski, wenn auch unter widrigen Umständen (die Eisstellen versorgten meinen Allerwertesten mit Sturzschmerz, und die Skipistolen, die die ganze Zeit an waren, nervten nach einer Weile schon). Ski heil.

Freitag, 2. Januar 2009

Weihachten und Sylvester

Weihnachten auf Rügen, Sylvester in Madrid. Ein Luxus, der sich genießen lässt.

Aber von vorne. Erstmal Abschied nehmen in Madrid wie es sich gehört mit richtig guten Tapas (oder halt Raciónes: Tapas, für die man bezahlen muss). Gambas, Tintenfischringe, Salate die nicht alle wurden, Croquetes...jaja und nicht zu vergessen das superleckere Essen, was uns Birtes Mitbewohnerin kredenzte. Ich sag nur: Columbianisches Essen rockt. Besonders Natilla, eine Art Vanillepudding mit Kokos ist Yummi. Danke Birtes Mitbewohnerin!:)


Mein Weihnachten in Familie war superschön, wenn auch nicht sehr erholsam:) Das lag eher daran, dass mein Bruder nun mit eigener kleiner Familie ein wenig von meinen Eltern entfernt wohnt und somit ein ständiges Zug- und Autogekutsche angesagt war. Aber was tut man nicht alles gern für ein wenig Seeligkeit in Familie. Für alle, die nicht zum Clan gehören; hier ein kurzer Einblick in die Tomschinsche Familientradition:

1. Der Weihnachtsbaum wird Anfang Dezember aufgestellt und steht bis Mitte Januar. JAAA, "wir haben einen Weihnachtsbaum, an dem ist nichts zu tadeln" - schon garnicht, dass er aus Plaste ist:)
2. Zum Heiligen Abend gehts zum Weihnachtssingen mit Freunden der Familie. Später am Abend, nachdem die Geschenke verteilt wurden sowie der Spruch "Svenni, hast ja schon wieder den Weihnachtsmann verpasst", gibts Kartoffelsalat mit Wurst oder Buletten.
3. Am ersten Weihnachtsfeiertag gibts Ente und ausgedehnte Spaziergänge. Dieses Jahr wurde letzteres durch einen Marsch zum Bahnhof ersetzt-denn ich hatte meine Visa Karte in Madrid vergessen, weshalb mein Internetbahnticket nicht gültig war. Und echt nix rauszuholen bei der Bahn. Joder...
4. Am zweiten Weihnachtfeiertag wird der erste wiederholt. Nur meist mit wechselten Gericht:)


Sylvester in Madrid hab ich mir ehrlich gesagt etwas größer weiter besser vorgestellt. Positiv ist herauszustellen: Die Panikmache der Spanier, dass man locker mit Eintritten um die 70 Euro rechnen muss, haben sich überhaupt nicht bewahrheitet. Ziemlich dämlich, denn irgendwie fast keiner meiner Studenten hat deswegen in Madrid gefeiert. Überhaupt waren die Straßen Madrids ziemlich leer. Wenig Knaller, die Weintrauben wurden nich wirklich von allen gegessen und das Feuerwerk am Plaza del Sol warn Witz.

Hatten dann 2 Clubs zur Auswahl. Nen edlen mit freiem Eintritt aber alten Menschen oder einen mit 20 Euro Eintritt und jungen Menschen. Zweiterer, der Low Club, ist es dann geworden (dass Club auf spanisch ein nuttiges Etablisment ist, störte die Namensgeber nicht*g). Gute Party und viele Drinks später kamen wir dann zur Garderobe. HAb ich schon mal erwähnt, dass mir Meinungen des Personals hier in Spanien ziemlch auf den Sack gehen? (Heute erst wieder an der KFC-Theke als ich eine Tüte haben wollte kam mir ein genervtes Dios mio entgegen) Andys Pulli weg und die Uschi meint, da wir nur ein Ticket hatten, dass sie uns auch nur ein Kleidungsstück geben muss. Als wir dann ewig gezetert haben und ich ihren Namen wissen wollte wurden wir rausgeschmissen. Saftladen. Katha, Doro, Birte: SOrry, da gehen wa aber nicht mehr hin...:)




Und so fand ichs nicht verwunderlich, dass im Inet bei der Europazusammenfassung der besten Feiern-Sylvester-Städte Madrid nicht dabei war. Der Abend war aber dank Andy, Addi und Benny doch sehr gelungen. Versucht mal, zum Police-Song Roxanne folgendes Spiel: Bei jedem Roxanne oder Put the red lights on einen Chupito..Lustiglusitg. Natürlich darf aber auch nicht Dinner for one nicht fehlen und Gambas en masse...mhhh.

Allen Freunden, Familien und Bloglesern ein schönes neues Jahr!