Samstag, 18. Oktober 2008

Wiedersehen und Freude

Endlich wieder ein Partyabend, wie er mir gebührt. Und da jeder eine Vorstellung bekommt, wie man richtig Party macht, hier ein kleiner Abriss:)

21 Uhr Plaza del Sol.
Da sollte ein Konzert statt finden von Freunden einer super Kommolitonin. Ihr werdets nicht glauben-das Konzert war für eine Stunde Open Air angesetzt. Denk ich mir: 9 Uhr da sein, kriegst noch ne halbe Stunde mit. Nein, die haben doch echt nach Zeitplan gespielt und waren grad beendet, als ich kam. Da versteh mal einer die Spanier-ich meine immer unpünktlich wär ja eine Regelmäßigkeit, die ich verstehen würde. Aber malsomalso? Noch ein wenig mit den Jungs gequatscht (mein spanisch ist langsam zum feiern und plaudern können ausgereift) und ab in Bar Nummer 1. Coole Pub im Irish Stil und beim Bierchen die kleinen schmutzigen Groopygeschichten der Mädels aufgedeckt*g

22.30 Uhr Plaza España.
Abholen der Mädels aus Deutschland. Wie geil ist das denn Kathi und Doro in Madrid wiederzusehen? Die Spanierinnen haben sich auch prompt angeschlossen und so gings Litrona kaufen und in Bar Nummer 2. Meine heißgeliebte "kaufe ein Bier und krieg viel Tapas dazu" Bar. Ich glaub, den Mädels hat auch gefallen, obwohl sie den von mir bestellten Rotwein mit Sprite Lemon und Eis zu Vino verano pimpen mussten.

1.00 Uhr Gran Vía.
Die Spanierinnen verabschiedeten sich, weil sie keine Lust auf Elektrodisko hatten. Wir da nun hin und ich treff doch wirklich eine alte Bekannte in der Schlange. Ziemlich gut, normalerweise. Nur, dass die Türsteher mih irgendwie überhaupt nicht mochten und somit ich hier in Spanien doch wirklich das erste mal ein "Dukommschthiänätrei"
gehört hab (gut das zweite mal, auf eine Ü30 Party wollten sie mich auch mal nicht lassen). Das krasse dabei: Kathi und Doro bleiben stumpf in der Schlange stehen, kommen rein. Ich mach garkeine Anstalten, sag garnix zum Türstehen sonder steh einfach nur da und prompt werden die Spanierinnen auch nicht mehr reingelassen. Wie dämlich ist das denn?? Naja, auf jeden Fall hatte ich neue Compañeras und das erste was ich brauchte, war ein Baño, denn mine Blase hatte sich auf gleich in der Disko sein eingestellt...

1.30 Uhr Gran Vía immer noch.
Leider hat das Beschnacken der Lieferanten am Hintereingang nicht geklappt. Haben dafür aber eine geile Bar (mitlerweise Nummer 3) entdeckt, da ich mich dem in Spanien wohl üblichen in die Menschenmasse stellen und sich seiner entledigen nicht anschließen wollte. Super posh Bar, wo grad brasilianische Tänzerinnen shakten. Ich auf Klo (mit Aufpasser da edel und Unisex), komm wieder und werd erstmal
von einer der Tänzerinnen angetanzt. Noch ein wenig mit den Hüften wackeln und los gehts wieder, wird Zeit für Disko.

2.00 Chueca.
Ganz nett haben die Mädels diesmal am Eingang gelächelt. Diesmal kamen wir auch rein*g Und so tanzten wir zu leichter Rockmusik. Komisch fand ich und es war nicht das letzte mal diesen Abend: 2 Ebenen auf denen die gleiche Musik gespielt wird. Ich mein, natürlich spart man sich den zweiten DJ aber wie dumm. Macht ja auch gar keinen Sinn zu routieren, was ich aber trotzdem aus alter Gewohnheit immer wieder machte nur um mich wieder zu fragen, wie dumm das ist.

3.00 Plaza de Chueca.
Die spanische Offenheit zeigte sich mir beim Treffen der Gruppe aus 3 Mädels+Pennerin. Ich mein die Mädels waren super da großer sich wunderlich immer wieder auffüllender Plastebecher. Aber mussten meine Chicas wirklich die Pennerin mitschleppen?*g Nächster Halt: eine Gruppe Türken, die meine Chicas heiraten wollten, dann aber Ehefrauenfotos rumreichten. Ahja, so standen wir dann nun Sven+2Freundinnin+Penner+Türken. Super. Ich schreib nem Kumpel ne Nachricht, der mich zur nächsten Party mitnimmt.

3.30 Chueca.
Gute Disko mit spanischer Musik, die mir wirklich langsam zu gefallen beginnt. Oder ich war einfach so borracho, dass Popmusik die beste Alternative zum Rumhüpfen ist. Wie gesagt, 2 Floors, eine Musik, Disko voll, Sven gutgelaunt. Wiedereinmal endete mir die Disko nach knapp 2,5 Stunden tanzen viel zu kurz. Trotzdem kam ich froh in meinem Bett an. Noch eine Folge Will&Grace und einschlafen:) Eine Nacht, 3 Bars, 2 Diskos,4 Freundeskreise. Sehr gut.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Segovia

Endlich einmal ein Ausflug - und dann gleich ein Studienausflug. Ohooo. Schreibe nämlich in Destinationsplanung über Segovia mit meinen Mädels aus dem Kurs und die Stadt ist schon recht schön. Obwohl wir es ein wenig "ausgekostet" haben (sind um 6 los und um 22 Uhr wieder los, da wir natürlich unseren Zug verpasst haben. Ist aber auch schwierig mit den Plänen; da sind die Spanier immer wieder überfordert:)
Segovia hat echt superschöne Überbleibsel-ein Akquedukt, also so eine riesen Wasserleitung, bloß aus Stein und an die 2000 Jahre alt; dann noch ein imposantes Kloster und das Alcazár. Ich hoffe, Ihr kennt noch die gute Band ("Crying at the discotek"). Ich würde zu gern wissen, ob die sich nach diesem Teil benannt haben. Auf jeden Fall gibt es das Alcazár im Europapark Rust und im Disneyland Californien. Ist doch mal was oder? Damit ist mein Traum des Disneyparkbesuchs wieder ein Stück näher gerückt:)
Außerdem haben wir im Haus vom in Spanien sehr bekannten Dichter Machado (von mir liebevoll Manchego genannt, wie der spanische Käse) mit Feder ins Gästebuch geschrieben und haben und Churros gegessen. Außerdem bin ich Gewinner des Papierfliegercontests. Strrrrike

Falls es jemand wissen möchte; hier trotz allem Glanz unsere fachlichen Mängel:
mir ist im Besonderen die Infrastruktur aufgefallen (eine halbe Stunde Fußmarsch ins Zentrum, vorbei an einer Militärakademie und unausgeschildert geht ja mal garnicht; dazu sind Autos lustig im Zenrum langgecruist, obwohl die Straßen nicht viel breiter als diese waren...). Den Mädels ist aufgefallen, dass die Touren nicht sehr ausgereift waren und die Shops den Nachmittag geschlossen waren (gut, letzteres mir auch; weil ich mein Eis nicht bekommen hab! Da kann man ja auch nur wütend werden).

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Gewöhnungsphase

Unser Intercultural Management Prof ist ein Hellseher; laut Buch kommt noch der Honeymoonphase ("Ich finde ALLES toll") der erste Cultureshock ("EY, nerv mich nicht"-hatte ich letzte Woche) und die Gewöhnungsphase ("Spanien, ich glaub steig dahinter" - absolut diese Woche...). Es folgen ein weiter Kulturschock und die Adaptionsphase. Bin gespannt...
Wie gesagt, ich habe mir meine Woche jetzt eingerichtet; habe Geld, einen Studienplan und ein Handy (Nr: 671297141). Meine Woche ist getimet: Vormittag Zeit für Will&Grace, Familyguy, Frühstück, Internet und Schnickschnack (Bewerbungen schreiben und so...), Mittags ab zur Uni (ich liebe ja meinen 45Minuten Autobus; unglaublich, dass ich IMMER nach 5 Minuten eingeschlafen bin. Gestern hab ich sogar meinen Ausstieg verpennt*g) und zum sporteln, ab 3 beginnt meistens die Uni - oder auch nicht - und geht meist bis 5 oder 7. Abends dann in aller Ruhe TV und kochen.
Was ist jetzt komisch daran? Genau, das Kochen. Jeder der mich einigermaßen kennt weiß, Sven+Kochen=verkocht+schmeckt nicht. Anhand einer neuen Rechnung möchte ich Euch zeigen, warum ich es dennoch tue: Geschmack1(Sven+Kochen) > Geschmack2 (Unimensa+Kochen). Zwar ist Menge1 (Sven +Kochen) < Menge 2 (Unimensa + Kochen), aber auch Preis1 (Sven+Kochen) < Preis 2 (Unimensa und Kochen). Wir resümieren, anhand Notenskala von 1-6: Befriedigung1 (Geschmack1 (3) + Menge 1 (4) + (Preis1) (2) < Befriedigung 2 (Geschmack2 (5) +Menge2 (2) +Preis2 (5)) und kleiner ist bei Notenskala = besser:))

Seit Ines Besuch weiß ich auch, dass Gemüse und Fleisch gekocht und Tomatengehaxel drüber sehr gut schmeckt. Das koche ich jetzt so ziemlich jeden Tag (in immer wieder neuen Abwandlungen: mal etwas schärfer, mal mehr Gemüse, mal eine Sahnesauce (danke Maddin für den Tipp:) Also, alle die einfache aber leckere Kochvorschläge haben: bin sehr offen dafür!! Werde sie ausprobieren und die Besten posten*g

Zum Schluss noch einige Sachen, hinter die ich trotzdem nie steigen werde:
- wir waren letztens in einem "Afterhour Club", denn auch hier gehen die Lichter in der Disko um 5/6 an, was erstaunt, wenn die ganzen Leute hier erst um 3 zur Disko gehen. Da hab ich mich ja grad mal eingetanzt. Das geht garnicht. Komische Sache 1: Das Klischeé vom immertanzenden Spanier erfüllt sich in Madrid überhaupt nicht. Die Leute tanzen genauso wie in Deutschland, kein auf dem Tisch oder in der Straße tanzen... Komische Sache 2: der "Afterhour Club" war eine "Afterhour Bar"
mit 10 Euro Eintritt und für die Drinks musste man auch noch bezahlen. Zum Glück kannte ich den Kellner und bin umsonst reingekommen. Aber hallo? Da war noch nichtmal Musik (siehe Komisch Sache 1); die Leute bezahlen einfach tierisch Kohle - denn die Drinks kosten hier auch um die 10 Euro (ich: Kellner und so*g) - um einfach nen Absacker zu trinken und zu reden. Aumann. Komische Sache 3: Ich versteh dabei nicht, wie die Spanier so viel Situationskomik aufbringen können. Denn man quatsch hier einfach Leute an, macht nen Scherz, quatscht den nächsten an, macht nen Scherz, quatscht den nächsten an, lässt sich einen Scherz machen.... Sehr anstrengend für mich denn Komik und viel Reden ist beides noch nix für meinen Sprachgebrauch..

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Besser besser

Probleme 1 (Geld) und 2 (Anmeldung bei Uni) sind geklärt. Nun darf ich mich lediglich weiterfragen, in welchen Sphären mein Handy schwebt (danke für den Tip Irina, werd ich wohl machen), warum es in den Autobussen hier stets arschkalt ist und warum es nicht mehr solcher geilen Tapabars in Madrid gibt wie die von heute Abend. Zu deinem Bier kriegst du da einen Teller (!) mit allem möglichen dazu. Sehr gut. Und Woody Allens Film Vicky Christina Barcelona schauen. Seeeehr spanisch:)
Und das Rätsel um die auf einmal englisch sprechende Biblithekarin hat sich gelöst: sie ist halb Deutsche und in Deutschland aufgewachsen*lach