Dienstag, 11. November 2008

Fannys Wille

Auf Fannys Wunsch hin, hier noch ein Bild vom Ballermann (Balneario 6) und noch ein weiteres von irgendsoner Burg mit schönem Ausblick. Enjoy the stuff:)

Montag, 10. November 2008

von Pasta, Palmen und Party

Das war nun das sagenumwobene Mallorca. Das Mallorca der Deutschen-was im Endeffekt garnicht so deutsch war. Klar, am Flughafen wurden die Schilder auch in deutsch verfasst und viele des Personals haben ein ähnliches spanisch gesprochen wie ich (kein rollendes r, viele Floskeln). Aber Palma war auf jeden Fall eher spanisch als deutsch.

Als erstes ging es natürlich an den Strand. Paolo meint grad, dass ich wohl ein wenig Farbe abbekommen hätte. Is ja wahnsinn, haben also 2 Tage Mallorca mehr gebracht als das Baltikum und Restsommer in Madrid zusammen. So lagen wir "in Irinas Garten" (sie wohnt 5 Minuten vom Strand) und ich fand ja, nach links schauend, dass es garnicht anders wär als in Binz auf Rügen. Sogar die Wassertemperatur war gleich (leider muss ich den Hochsommer in Binz dem 09. November auf Mallorca entgegenstellen*g). Nach rechts schauend war es dann aber doch anders, weil dort die Jachten standen, die Kathedrale La Seu zu sehen war und uns ein warmes Lüftchen den Sonnenuntergang hinter bergiges Terrain versüßte..Bin mal kurz ehrlich: Natur und besonders Strand fehlen mir ja mitlerweile doch ein wenig in Madrid..

Die Mädchen kamen und es ging das große Gefresse (1,5 Kilo Nudeln mit 3 Packen Tometensauce waren für 6 Mann am ersten Abend dann doch zuviel, versteh ich garnicht..) und Getrinke (selbst angesetzte Sangría, mitgebrachter Valenciawein) los-herrlich. So konnten wir am nächsten Tag auch gestärkt in die Stadt aufbrechen. Natürlich erst ab 13 Uhr-es musste schließtlich ausgiebig gebruncht werden. Jeden Tag gab es ein Buffet, dass dem aus Granade in nichts nachstand. Einen Haken hatte es-Irina hat den frisch gepressten Orangensaft, den ich machen wollte, wehemend abgelehnt. Und es wär doch so gut gewesen..Die Sightseeingtour bestand dann zu 50% aus Sights, zu 50% aus Kaffee trinken und einkaufen. So hatte ich nach der Tour ein neues Hemd, Katja neue Schuhe, Irina neuen Schmuck und Ines hat glaub ich nix gefunden.
Superschnieke kleine Gassen, Gemäuer überall und mega Aussichten. Jetzt keine Eifelturm oder so, aber einfach schön sag ich mal.

Nach einer ausgiebigen Siesta (mit einem Film mit Nicole Kidman "La boda de Margot", bei dem Ines eingeschlafen ist, ich mirs gewünscht hätte und die anderen dagegen ankämpften) gings dann zum Botellon zu den Jachten. Da saßen wir nun, Jachten im Rücken, den Hintern auf dem Asphalt, Spanier vor uns, Freunde neben uns, vieleviele deutsche blonde Mädels irgendwo im Hintergrund. Den Bacardi bitte nicht zu vergessen vor uns gemischt mit dem Eis im Beutel neben Alejando. Und der Preis für das spanischste Botellon geht nach Palma! Meins aus Madrid, bei dem wir frierend 4 Stunden lang nur geredet haben zähle ich mal als schlechter.. Die Disko war auch mehr als gut. Mit elektronischer Musik, die sich immer und immer verbesserte, vielen "gratis Drinks" (in den 10 Euros waren 2 Freigetränke enthalten, und Getränke sind hier sehr gut mit Promille bestückt), einer Transe als Gogo von der Katja ihre Augen garnicht lassen konnte weil sie sie so toll fand, einer glücklichen Irina und einer tanzenden Ines. sehr gut sehr gut, das hat gefallen, bis es hell war.

Nächster morgen wieder Bruuunch und Burgbesichtigung mit Atemlosaublick. Später konnte ich Fanny noch dazu überreden, mit mir an den Ballermann zu fahren . Soo schlimm diese Massenabfertigung, aber der Strand ist ganz gut. Die Currywurst eher nicht. Alle gleichartig viereckigen Hässlichbauten in erster Reihe und nichts anderes dahinter. Interessant fand ich ja, dass der Ballermann für die Mallorquiner garnicht so spannend und wichtig ist. Gibt eine poblige Busanbindung. Und derBallermann ist halt da, wo die Deutschen sind. Nichts mehr. Katja war ja derMeinung, dass das Wort Ballermann von besoffen aussprechen für Balearen kommt. Fanny meint, es kommt vom spanischen Balneario. Da frag ich mich nur, wo das mann herkommt. Vorschläge eurerseits bitte an mich...

Montag, 3. November 2008

Welterbe und Freunde

Meine Schreiblust wurde doch ein wenig durch meinen kaputten Laptop getrübt. Jetzt habe ich ihn glücklicherweise wieder und berichte über Weltkulturerbe. Da ich darüber auch in meiner Hausarbeit schreibe, ich aber euch nicht all zusehr langweilen möchte, halte ich mich kurz:) Kurze Überschrift für die folgenden Kapitel: El Escorial (langweilig) - Granada (superschön) - Madrid/Rastro (Tourifalle).

Also das El Escorial liegt im Norden von Madrid in der Stadt San Lorenzo und ich les grad bei Wiki, dass es der größte Renaissancebau der Welt ist. Gut....so kam es uns auch vor. Von außen nett anzusehen war es drinnen doch lang und weit und groß und ewig und überhaupt ein wenig langweilig. Es fing mit einem Teppichmuseum an (ganz interessante Sache: die Leute haben sich früher Wandteppiche aufgehangen. Die in jahrelanger Kleinstarbeit gestickt und wofür? Weils im Winter kalt war und damit isoliert wurde. Die geben also ewig viel Geld für goldene Teppiche aus anstatt die Mauer einfach dicker zu bauen???Naja, hatte sicher auch stylischen Wert. Tine-die dicke Innenarchitektin von RTL-hätte gesagt, der Wisch is ja wahrhaft das wohnliche Wohl sehr wohl wert. ist mir da grad ein Zungenbrecher mit vielen W´s eingefallen??). Es ging mit einem Architekturmuseum weiter (ARCHITEKTUR. Wir haben uns Holz, einfach altes Holz angeschaut...), machte eine Kurve durch ein Bildermuseum (große Bilder im Christentumstil, halt viele Jesusbilder), vorbei an Möbeln und ab in die Katakomben wo viele Särge aus Mamor standen. Der absolute Höhepunkt, obwohl viele nichtmal belegt waren und alle gleich aussahen...War ich froh, wieder draußen zu sein.

Viel besser fand ich da ja das Alhambra. Bekannt für seine Karten, die man im Internet vorbestellen muss (kleine fachmännische Anmerkung. Nennt man Gestión de Capacidad de Acogida; ganz einfach gesagt: zu Peak-Zeiten wollen 800 Personen /halbe Stunde rein, begrenzt wird aber auf 300. Das senkt die jährliche Auslaustung um 25%. Außerdem wird für solche Leute wie uns, die "zuviel" sind (und sich auch über vorherigen Kartenkauf keine Gedanken gemacht haben) der Park Generalife zur Verfügung gestellt. Zwar auch Weltkulturerbe, kostet aber nur 6 Euro und ist wohl einfacher wieder herzustellen; da kann man nämlich immer rein). Die Stadt ist wirklich super bonita, alles mit Stein Schere Papier aufgefüllt und damit weiß und edel. Kultig das Araberviertel mit Wasserpfeifen und Trödelhändler.
Das beste war aber einfach mal die Mädels wiederzusehen. Lena und Franzi fühlen sich in Granada auch superwohl. Obwohl Franzi.. Kleine Anekdote. Franzi hat eine Mitbewohnerin. Nennt sich irgendwass mit A. Annika oder so... Studiert Philosophie und wäre es doch Theologie. Für alle meine Bekannten: Man fängt kein Gespräch mit neuen Personen mit Sarkasmus an (Ich: Seid ihr schon viel rumgekommen? Sie: Nö. Ich: Echt? Das geht doch ganz leicht. Sie: Das war Ironie. Muss man auch erstmal verstehen können.). Weiterhin hat Sie uns doch wirklich während der Party auf den Mietvertrag aufmerksam gemacht, den sie und Franzi unterschrieben haben-da steht schließlich drin, dass man nicht laut sein soll. Sie hat uns auch morgens um 11 vom Flut weggejagt. Man hat ja schließlich am Wochenende morgens nix anderes zu tun, als seine Arbeit Korrektur zu lesen und die Mitbewohner nicht 5 Min sich auf dem Flur verabschieden zu lassen (hätte sie Freunde, könnten die ihr ja beim Korrekturlesen helfen...naja...). Sie hat übrigens auch gemeint, dass unser Gespräch vor dem Ausgehen am nächsten Tag zu laut war. Gut, ich hab dabei viel gesprochen, aber hallo? Keine Musik, jeweils einer spricht und ihr Zimmer über den Flur an mehreren Türen vorbei...Arme Franzi..
Jaaa, auf jeden Fall hätte ich ja Flamenco und Party von den Südländern erwartet. Was soll ich sagen. Kein Flamenco. Keine Party. Vielleicht unsere eigene Schuld. 1. Abend Erasmusparty (komische Musik/Leute. Aber eine der schönsten Locations überhaupt mit verglaster Tanzfläche mit Blick auf die Alhambra..), 2. Abend irgend eine halbleere Bar. Aber es sah nicht so aus, als wenn es sehr viel besser wird. Dafür ist die Tapaskultur sehr entwickelt in Granada und das Bier "Alhambra" ist auch ziemlich gut...












Ein weiterer Höhepunkt sollte in Madrid eigentlich der Rastro darstellen. Das ist ein Viertel, in dem jeden Sonntag morgenmittag ein riesiger Flohmarkt statt findet. Joa, Mädelsschals für 3 Euro und Ledertaschen (von denen mir mein Mitbewohner qualitätstechnisch abgeraten hat) für 30 Euros. Sonst irgendwie nix. Alles genauso oder teuerer als im Geschäft, Gedränge, nicht ein einziger Fressstand (ihr könnt euch vorstellen, wie angepisst ich irgendwann war deswegen) und nur runtergelaufene Schuhe und Sachen, die die Welt nun wirklich nicht braucht (alte Perfumflaschen...angegilbte alte Perfumflaschen...).